Visusverlust

Defintion:
Der Visusverlust bezeichnet eine stark eingeschränkte bis komplett fehlende Sehfähigkeit. Wenn man weniger als 2 % sieht, ist man nach Deutschem Gesetzt erblindet.

Ursache:
Die Gründe die zu einer Erblindung führen sind sehr vielfältig.
Häufigsten Ursachen sind Neurologische Erkrankungen, Vaskuläre Ursachen (Gefäßverschluss), Infektionen des Auges, Netzhautablösung oder angeborene/ genetische Ursachen.

Bei unserem kleinen Patienten „Olli“ wurde der Visusverlust aufgrund einer Thrombotischen Mikroangiopathie(TMA) , die durch das aHus ausgelöst wurde, verursacht. Das bedeutet, durch eine Veränderungen an den Wänden der Kapillare können notwenige Diffusionsvorgänge durch die Wände mit den umliegenden Gewebezellen nur noch eingeschränkt stattfinden oder es unterbleibt vollkommen. Bei Olli führte es zu einer starken Minderdurchblutung. Er ist im August 2018 erblindet.

Therapie:
Um sich in der Umgebung zurecht zu finden, wird mit Geräuschen zum Beispiel klatschen/klopfen und Beschreibungen unterstützt.
Zusätzlich stehen Olli zwei unterschiedliche Blindenstöcke zur Verfügung.
Der Langstock und der Faltstock unterscheiden sich unteranderem vom Gewicht und der Länge, den Faltstock kann man einklappen.

Ein weiterer Ansatz sich zurecht zu finden, ist die Klick- Sonar Technik. Es ist eine fortgeschrittene Form der Echoortung, dabei wird aus einem zurückfallenden Echo eines scharfen Zugenklicks ein recht differenziertes dreiddimensionales Bild der Umgebung, genau wie bei Sehenden, im visuellen Cortex des Gehirns erzeugt. Diese Technik kann man ab dem 3./4. Lebensjahr erlernen.

Es ist noch nicht vollständig geklärt, ob Olli dunkel/ hell unterscheiden kann. Deshalb ist wichtig mit Kontrasten zu arbeiten. Zum Beispiel weißer Teller auf schwarzen Untergrund.

Von |2019-11-02T17:11:32+01:0026. September 2019|Kategorien: Arbeiten in der ausserklinischen Intensivpflege, Krankheitsbilder|Tags: |Kommentare deaktiviert für Visusverlust

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